TermCoord nimmt an der Terminologie Summer School 2019 teil

899

Vom 8. bis 12. Juli fand die Terminologie-Sommerschule in Wien statt. TermCoords Terminologe Daniel Puppan ging dort als Redner und Vertreter von TermCoord. Neben seiner Präsentation war es auch das Ziel, sich über die neuen Entwicklungen im Bereich der Terminologie zu informieren.

Die Sommerschule wurde von Mira Kadric (MK, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Übersetzungsstudien) eröffnet. Sie erklärte, dass die Universität Wien 19000 Studierende habe und eine der größten Universitäten in Europa sei. Im Bereich der Terminologie konzentriert sich die Forschung auf Terminologie und Technologie. Gabriele Sauberer (GS, TermNet Director) skizzierte die organisatorischen Aspekte der TSS 2019, die Geschichte der TSS und deren grundlegendes Ziel (Erschaffung eines Marktes für Terminologiesoftware).

Die erste Moderatorin war Marta Fischer aus Budapest, Ungarn (MF), die die Bedeutung der Terminologietheorie und das Terminologiemanagement für die Übersetzung erläuterte. Sie erläuterte die beiden verschiedenen Ansätze (schmal und breit) und den historischen Hintergrund (von der Praxis zur Theorie), die Probleme mit Polysemie und Synonym, die einheitliche Theorie (Harmonisierung), den präskriptiven Ansatz (genaue Definition, Konzeptsystem, Bezeichnung zu Begriffen, Begriffe als Endprodukte dieses engen Ansatzes, Definition, Eindeutigkeit d. h. keine Polysemy, Eineindeutigkeit d. h. kein Synonym).

Ondrej Matuska (Vexical Computing) präsentierte die Sketch Engine, die ein Werkzeug für die Begriffsextraktion und das Korpusmanagement ist. Die Sketch Engine kann helfen, die richtigen Begriffe zu finden, die ein Muttersprachler in einer bestimmten Situation verwenden würde.

Michael Wetzel (Coreon GmbH, Berlin) präsentierte Terminologie- und Wissensorganisationssysteme (KOS), die für große, unstrukturierte, mehrsprachige Texte verwendet werden können. Ihm zufolge sind vier Arten von KOS weit verbreitet: Klassifizierungssysteme, Taxonomien und Nomenklaturen, Thesauri und Ontologien.

Dagmar Gromann (DG, eTransfair) gab einen Überblick über den interdisziplinären Bereich der Terminologiewissenschaft (Untersuchung, Prinzipien, Theorie). Die GD begann mit der konzeptionellen Terminologie: JICTI, CTS Terminologiewissenschaft. Die GD hat die Sprachenvielfalt, die automatische maschinelle Übersetzung in EU-Sprachen, die Ressourcen für MT, multimodale Sprachtechnologien und Interoperabilität erweitert. Die GD skizzierte das Forschungsprojekt „Deutsch in Österreich“ und die digitale Forschungsplattform. Anschließend erläuterte die GD bereichsspezifische MT (Connect Europe-Fazilität für die österreichische EU-Ratspräsidentschaft).Die Effizienz erhöhte sich während des österreichischen Vorsitzes um 40 % und basierte auf dem neuesten neuronalen MT.

Dies sind nur vier Beispiele aus mehreren Vorträgen während der Terminologie-Sommerschule in Wien. Die TSS 2019 war eine sehr wertvolle Veranstaltung, die es mir ermöglichte, mein Terminologiewissen zu vertiefen.


Geschrieben von Daniel Puppan, Terminologe bei TermCoord