Interview Transcript: Alberto Arévalo

Interview in German

The following text is a transcription of spoken speech. Spoken speech has certain features absent from written speech (pauses, repetitions, false starts, etc.). While we have tried to accurately transcribe the interview, there will be very slight differences between speech and text. 

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Janna Mack (J)

Alberto Arévelo (AA)

J: Hallo und willkommen zu einer neuen Episode der Interviewreihe in Zusammenenarbeit mit TermCoord, der Terminology Coordination Unit des EuropĂ€ischen Parlaments und der UniversitĂ€t Pablo de Olavide in Sevilla in Spanien. Mein Name ist Janna und jede Woche interviewe ich Studenten und Absolventen des Programmes in Übersetzung und Dolmetschen. Die Interviews werden auf Englisch oder Deutsch aufgenommen.

Heute bin ich hier mit Alberto ArĂ©velo. Alberto ist 21 Jahre alt und kommt aus Sevilla in Spanien. Er studiert Übersetzung und Dolmetschen fĂŒr Deutsch und Französisch und interessiert sich vor allem fĂŒr Themen rund um Soziolinguistik und Sprachunterricht.

Hallo Alberto und Danke, dass du heute hier bist.

AA: Hallo. Ich bin froh hier zu sein.

J: Und meine erste Frage an dich ist:

Warum hast du dich dafĂŒr entschieden Übersetzen zu studieren und warum hast du Deutsch als Hauptsprache gewĂ€hlt?

AA: Gute Frage. Ich fand immer Sprachen sehr attraktiv und wusste, dass ich etwas damit Verbundenes studieren wollte. Übersetzen sah am praktischen aus.

Vor der UniversitĂ€t beherrschte ich schon fließend Englisch und dachte mir, es wĂ€re besser, wenn ich eine neue Sprache lerne und Deutsch interessierte mich. Nach 3 Jahren bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.

J: Ok super, das ist gut zu hören.

 Was findest du interessanter, Übersetzen oder Dolmetschen?

AA: Ich finde Dolmetschen interessanter als Übersetzen, obwohl es auch schwieriger ist. Mir gefĂ€llt es besonders gut und es ist fĂŒr mich total beeindruckend, weil eine schnelle Reaktionszeit und ein gutes Problemlösen ein Muss sind. Dennoch ist es nicht immer so beim Übersetzen und es kann tatsĂ€chlich langweilig werden.

J: Ok, das ist sehr interessant. Weil ich denke, dass Dolmetschen fĂŒr viele gerade deswegen etwas, ‘abschreckend’ ist jetzt ein starkes Wort, aber zumindest ein bisschen einschĂŒchternd ist, gerade weil Dolmetscher schnell reagieren mĂŒssen und gerade weil sie 100 prozentig konzentriert sein mĂŒssen. Aber die Herausforderung macht es auch umso interessanter.

Was findest du am Schönsten, beziehungsweise am Schwersten am Übersetzen?

AA: Alles Kulturbezogenes, weil es immer eine große Herausforderung ist, aber wenn man es erfolgreich lösen kann, ist man sehr stolz auf sich selbst.

J: Das ist vor Allem schwierig, wenn man Konzepte ĂŒbersetzen muss, die es so in anderen Sprachen und Kulturen ĂŒberhaupt nicht gibt, und dann muss man sich als Übersetzer die Frage stellen, wie man solche Probleme elegant lösen kann.

Wie findest du FachĂŒbersetzen? Hast du bereits Erfahrung damit?

AA: FachĂŒbersetzen ist fĂŒr uns Studierenden sehr wichtig, weil es viele Jobmöglichkeiten bietet. Trotzdem finde ich es ziemlich schwer, weil ich erst dieses Jahr angefangen habe, ganze Fachtexte zu ĂŒbersetzen.

J: Ja, genau es gibt unglaublich viele verschiedene Bereiche, die alle ihre eigenen Herausforderungen haben und es ist wichtig, dass Studenten viele verschiedene Bereiche kennenlernen. Und es ist nie einfach, vor allem wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit dem FachĂŒbersetzen gemacht hat.

Ok aber bleiben wir noch etwas beim FachĂŒbersetzen, da es, auch wie du gerade gesagt hast, ein sehr wichtiges Gebiet ist:

Welche Fachgebiete sind deiner Meinung nach am interessantesten?

AA: Entweder juristische oder medizinische Übersetzung, wĂŒrde ich sagen.

J: Wie siehst du die Zukunft des FachĂŒbersetzens?

AA: Maschinelle Übersetzung wird noch wichtiger und schließlich wird auf der Tagesordnung stehen und zur NormalitĂ€t. Stattdessen wird es im Bereich Post-Editing und Transkreation gleichzeitig mehr Möglichkeiten fĂŒr FachĂŒbersetzerInnen geben.

J: Welche FĂ€higkeiten muss deiner Meinung nach ein/eine FachĂŒbersetzer/in
haben?

AA: SelbstverstÀndlich umfassende Fachkenntnisse, Ordentlichkeit und gutes Problemlösen.

J: Könntest du dir vorstellen, FachĂŒbersetzer zu sein?

AA: Ehrlich gesagt, nein. Zumindest nicht als Berufung, weil das Unterrichten fĂŒr mich interessanter ist.

J: Ok. Die Möglichkeit hat man natĂŒrlich auch, weil das Übersetzungsstudium einen auch auf sehr viele verschieden Berufe vorbeireitet, die etwas mit Sprachen zu tun haben.

J: Meinst du, ein/e FachĂŒbersetzer/in muss Fachkenntnisse im bestimmten Gebiet haben?

AA: Klar, das ist ja notwendig und man muss immer wissbegierig bleiben. Manchmal heißt das auch ein Master oder Fortbildungskurse studieren, aber am Ende lernt man meistens durch Erfahrung meiner Meinung nach.

J: Ja, genau, aber es gibt sehr viele spezialisierte Kurse, zum Beispiel Masterkurse fĂŒr Medizinische Übersetzung, Technische Übersetzung oder Audiovisuelle Übersetzung.

Welche Terminologie Ressourcen benutzt du, wenn du ĂŒbersetzt?

AA: Online-WörterbĂŒcher und verschiedene Artikel und Lexika.

J: Kennst du IATE?

AA: Ja, ich habe diese Ressource mehrmals benutzt. Weil sie auch eine verlĂ€ssliche Quelle ist, macht sie es leichter fĂŒr uns Studenten, die vielleicht am Anfang wenig ĂŒber Übersetzen kennen, denn wir haben manchmal Probleme beim Recherchieren.

J: Ok super. Ja es ist natĂŒrlich wichtig vertrauenswĂŒrdige Ressourcen zu benutzen, und im Internet steht vieles, unbedingt richtig ist aber bei Weitem nicht alles was da steht. Und IATE versucht eine zuverlĂ€ssige und dokumentierte Ressource zu sein.

Und jetzt eine Frage, die dir bestimmt schon einmal gestellt wurde oder sogar mehrmals gestellt wurde oder die ihr schon im Kurs diskutiert habt:

Wie findest du Google Translator und Ähnliches?

AA: Ich glaube, dass jeder, der nicht gut ĂŒbersetzen kann, benutzt sie und wahrscheinlich reicht es fĂŒr eine schnelle, „informelle“ Übersetzung, aber das Problem kommt, wenn das zur Gewohnheit wird. Infolgedessen scheint unsere Arbeit „leicht“ und wird unterschĂ€tzt.

J: Und ich bin froh, dass du auf diesen Aspekt eingegangen bist. Denn ich denke es gibt Menschen und das sind vielleicht Leute, die nicht unbedingt viel Erfahrung mit dem Übersetzen und vor allem dem Beruf des Übersetzers haben, die dann der Meinung sind, dass Übersetzer keine Arbeit mehr machen mĂŒssen, weil es doch jetzt Automatic Translation gibt.

Es gibt aber Programme und Werkzeuge, die Übersetzern sehr wohl bei der Arbeit helfen.

Was fĂŒr Werkzeuge wĂŒnschst du dir zum Übersetzen?

AA: Softwares wie ‚Trados‘, denn sie sind normalerweise zu teuer fĂŒr AnfĂ€nger oder nutzbare Glossare und Terminologie-Datenbanken, weil sie manchmal nicht so leicht verfĂŒgbar sind.

J: Also, die Einstiegskosten sind bei diesen Programmen oft sehr hoch. EigenstĂ€ndige Übersetzer mĂŒssen fĂŒr die Kosten auch selbst aufkommen.

Und jetzt eine Frage in Bezug auf persönliche Erfahrungen:

Welche kulturelle oder sprachliche Erfahrung hat dein Studium oder dich persönlich beeinflusst oder bereichert? 

AA: Definitiv war es fĂŒr mich das Erasmus-Programm in Deutschland an der UniversitĂ€t Hamburg. Ich habe aus erster Hand besonders viel ĂŒber die Kultur und die Sprache gelernt. Die deutsche Gesellschaft ist sehr multi-kulturell und manche Werte sind ziemlich unterschiedlich als in Spanien. Man merkt das nicht nur an menschlichen Beziehungen, sondern auch am Sprachgebrauch im Alltag (z.B. bei duzen und siezen und dem expliziten Gebrauch von ‚bitte‘ auf Deutsch). In Spanien duzen wir sogar Ă€ltere und unbekannte Leute, die Sie-Form wird sehr selten gebraucht und kann sogar als beleidigend empfunden werden, je nach dem Ton und Kontext. Und „bitte“ und „danke“ wird auch viel seltener gebraucht, man nimmt es als selbstverstĂ€ndlich, wenn man um etwas bittet, sogar wenn eine Imperativ-Form benutzt wird. Zum Beispiel in der Kneipe: Bring mir ein Bier – ist als gelĂ€ufig angesehen und keinen stört es. Das wĂ€re in Deutschland unannehmbar oder Ă€ußerst unhöflich. Solche FĂ€lle sind möglicherweise der schwierigste Teil der deutschen Sprache fĂŒr uns Spanier, denn sie sind normal und man merkt es nicht. Man muss darauf beim Übersetzen und besonders beim Dolmetschen achten.

Deshalb sind diese Elemente ausschlaggebend in meinem zukĂŒnftigen Beruf als Sprachlehrer, den ich ausĂŒben möchte. Die Studierenden mĂŒssen nicht nur die Zeitformen lernen, sondern auch alle kulturellen Unterschiede, und verschiedene Kontexte aktuelle kennen. Sie sollen sich fĂŒr solche zentralen Themen, wie Politik, Nachhaltigkeit, Recycling, soziale Gerechtigkeit, usw. interessieren, wo Deutschland als Vorreiter dasteht, und aus dessen Erfahrung wir viel lernen können. Solche Sachen sind genauso wichtig, um die Zielsprachegesellschaft richtig zu verstehen und gemeinsame Ziele zu bewirken.

Normalerweise beherrscht endlich derjenige gut eine Fremdsprache, der selbstverstÀndlich viel gelesen, viel gesprochen und viel gehört hat. Aber man fÀngt immer mit seinen eigenen Interessen an und es ist auch richtig so, sonst wird man bald demotiviert. Das muss jeder Sprachlehrer in Kauf nehmen, nicht dass der Unterricht zu theoretisch bleibt. Denn die Praxis ist ebenso wichtig und veranlasst die Studierenden zur aktiven Teilnahme. Und das alles habe ich wÀhrend meines Erasmusjahres erfahren und erlebt.

J: Ok, das ist eine super Antwort und danke, dass du deine Erfahrungen und Überlegungen geteilt hast. Vor allem der Aspekt der Höflichkeit ist sehr interessant und ich denke, alle die jemals Fremdsprachen gelernt oder einfach nur kennengelernt haben können die Schwierigkeiten bei solchen kulturellen Nuancen nachvollziehen.

Genau, und Austauschjahre sind sehr wichtig fĂŒr Studenten, die Übersetzen, Dolmetschen, oder einfach Sprachen lernen, denn sie sind wichtig, um die Zielsprachengesellschaft zu verstehen. Dazu gehören, genau wie du gesagt hast, AktualitĂ€ten aus dem Land, die Politik und die soziale Landschaft und das kann man am besten kennenlernen, indem man Zeit im Land und in der Kultur selber verbringt und das motiviert einen auch.

Du hast gesagt, dass dir die Soziolinguistik gut gefÀllt. Warum? Was findest du daran so anziehend?

AA: FĂŒr mich ist es der interessanteste Teil der Sprachwissenschaft, weil man lernt, wie sich eine Sprache entwickelt und stĂ€ndig verĂ€ndert. Die Sprache gleicht einem lebendigen Wesen. FĂŒr Studenten ist es auch eine Übung zur Selbstbeobachtung und Selbstanalyse, die auch eine weite Einsicht ins Gebiet der Soziologie ermöglichen. Man merkt an jedem GesprĂ€ch ganz klar die Vielfalt und den Reichtum innerhalb eines bestimmten Sprachraums, Gesellschaft oder Landes. Man lernt auch seine eigene Sprache und Kultur und damit sich selbst dadurch besser kennen. Das ermöglicht auch ein besseres VerstĂ€ndnis der Mitmenschen und zeigt auch, dass so unterschiedlich wie wir alle auch sein mögen, so sind wir uns auch Ă€hnlich. Also, kurz gesagt, so unterschiedlich sind wir alle gar nicht. Und das verleiht einem ein sehr schönes GefĂŒhl und man möchte Friedenssamen sĂ€en.

J: Das war super ausgedrĂŒckt und da kann ich auch nur zustimmen. Ich kann das auch nur nochmal wiederholen, alle Sprachen sind lebendig und entwickeln sich immer weiter. Ja und außerdem gibt es eine unglaubliche Vielzahl von SprachgebrĂ€uchen, und diese durch Soziolinguistik zu verstehen hilft einem seinen GegenĂŒber und die Gesellschaft und sich selbst insgesamt besser zu verstehen

Da du sagtest, dass du dich fĂŒr den Sprachunterricht interessierst, was wĂŒrdest du einen Sprachlehrer/eine Sprachlehrerin fragen?

AA: Ich habe immer gedacht, wie ein Lehrer oder Lehrerin fĂŒr Fremdsprachen den Unterricht so organisieren wĂŒrde, dass es die Vielfalt und den Reichtum der Sprache zeigt. Z.B. im Fall Spanisch als Fremdsprache hĂ€ngt es immer davon ab, woher der Lehrer oder die Lehrerin kommt, weil es verschiedene Sprachvarianten gibt. Manchmal lernen die Studenten entweder die Variante aus Spanien oder eine der Varianten aus Lateinamerika, aber jede ist genauso wichtig wie die andere. In Hamburg hatte ich z.B. einen Übersetzungskurs, wo der Lehrer aus Madrid kam und die Mehrheit der Studentinnen lateinamerikanische Varianten kannte. Deshalb gab es jedes Mal sehr unterschiedliche ÜbersetzungsvorschlĂ€ge und spannende Diskussionen. Das ist sehr schön und interessant, aber auch kompliziert zu meistern, finde ich. Ich wĂŒrde gerne mehr von dieser Erfahrung wissen.

J: Genau, es gibt nicht nur eine definitive Variante einer Sprache, sondern mehrere verschiedene und alle sind wichtig. Das ist fĂŒr das Spanische der Fall genauso wie fĂŒr das Deutsche, zum Beispiel in Norddeutschland klingen die Leute auch nicht genau so wie in SĂŒddeutschland. Und es ist wichtig, dass Studenten und SchĂŒler in Kontakt mit diesen Varianten kommen. 

Ok, super. Danke, Alberto, dass du da warst, und fĂŒr das GesprĂ€ch. Ich bin mir sicher, dass wir hier eine wertvolle Perspektive vom Studium des Übersetzens und des Dolmetschens kennenlernen konnten und auch wie sich dieser Studiengang mit dem Fremdsprachenunterricht verbindet. Danke und viel GlĂŒck weiterhin.

AA: Aber immer gerne. Ich habe fĂŒr die Einladung zu danken. Danke fĂŒr die WĂŒnsche. Ich werde mein Bestes tun. Viel GlĂŒck auch fĂŒr dich, Janna, fĂŒr die Zukunft. Und ja, liebe GrĂŒĂŸe an alle Zuhörer in Luxemburg und anderswo. 

J: Ok, super. Danke und bitte.

Heute war ich hier mit Alberto ArĂ©velo, Student in Übersetzen und Dolmetschen in Deutscher und Französischer Sprache an der Pablo de Olavide UniversitĂ€t aus Spanien.

 

English

Janna Mack (J)

Alberto Arévelo (AA)

J: Hello and welcome to a new episode of the interview series in collaboration with TermCoord, the European Parliament’s Terminology Coordination Unit and the Pablo de Olavide University in Seville, Spain. My name is Janna and every week I interview students and graduates of the translation and interpreting programme. The interviews are recorded in English or German.

Today, I am here with Alberto Arévelo. Alberto is 21 years old and is from Sevilla in Spain. He is studying translation and interpreting in German and French and is particularly interested in topics related to sociolinguistics and language teaching.

Hello Alberto and thanks for being here today.

AA: Hello. I am happy to be here.

J: And my first question is:

Why did you decide to study translation and why did you choose German as your main language?

AA: Good question. I always found languages very interesting and knew that I wanted to study something related to them. Translation seemed the most practical option.

Before I came to university, I was already fluent in English and thought it would be better to learn a new language and German interested me. After 3 years, I am still very happy with my decision.

J: Ok great, that’s good to hear.

What do you find more interesting, translating or interpreting?

AA: I find interpreting more interesting, even if it is more difficult. I really enjoy it and find it particularly impressive, because a quick response time and good problem-solving skills are a must. However, this is not always the case with translation, and it can even get boring.

J: Ok, this is really interesting. I think many people find interpreting a bit – the word ‘daunting’ is a bit strong – but at least a bit intimidating, precisely because interpreters have to react quickly and precisely because they have to be 100% focused. But the challenge also makes it all the more interesting.

What is the best thing and what is the most difficult thing about translating?

AA: Anything involving culture, as that is always a big challenge. However, if you can successfully find a solution, then you feel very proud of yourself.

J: Yes, it’s especially difficult when you have to translate concepts that don’t exist in other languages and cultures. As a translator you then have to ask yourself how to find elegant solutions to such problems.

What do you think about specialised translations? Do you already have any experience in it?

AA: Specialised translation is very important for us students because it offers many job opportunities. Nevertheless, I find it quite difficult because I only started translating entire specialised texts this year.

J: Yes, there are so many different fields, each with their own challenges and it’s important that students get to know many different subjects. And it’s never easy, particularly if you haven’t had as much experience with specialised translation.

Ok but let’s stay on the topic of technical translation, because it is, as you just said, a very important field:

which subject areas do you think are the most interesting?

AA: Either legal or medical translation, I would say.

J: How do you see the future of specialised translation?

AA: Machine translation will become even more important and eventually it will become the norm. At the same time, there will be more opportunities for translators who specialise in post-editing and transcreation.

J: What skills do you think does a specialist translator need to have?

AA: Of course they would need to have comprehensive specialised knowledge and good organisational and problem-solving skills.

J: Could you imagine being a specialised translator yourself?

AA: Actually, no. At least not as a vocation, because I’m more interested in teaching.

J: Ok and that is also an option, because studying translation prepares you for many different linguistic professions.

J: Do you think a specialised translator needs to have specialised knowledge in the particular field they work in?

AA: Of course, it’s necessary and you have to stay eager to learn. Sometimes that means studying for a Master’s degree or taking further education courses. However, in the end, you learn mostly through practice, in my opinion.

J: Yes, exactly, and there are a lot of specialised courses, for example Masters’ courses in Medical Translation, Technical Translation or Audiovisual Translation.

What terminology resources do you use when you translate?

AA: Online dictionaries and various articles and lexicons.

J: Do you know IATE?

AA: Yes, I have used this IATE several times. Because it’s also a reliable source, it makes it easier for us students who are still inexperienced translators, especially since we sometimes have problems researching.

J: Ok, great. Yes of course, it’s important to use trustworthy resources, and although there is a lot of information online, not everything is realiable. And IATE does try to be a reliable and well-documented resource.

And now a question that I’m sure you’ve been asked several times before or that you’ve discussed in class:

What do you think about Google Translate and the like?

AA: I believe that people who can’t translate well can probably use it for a quick, “informal” translation, but it’s a problem when doing that becomes a habit. As a result, our work seems “easy” and can be underestimated.

J: And I’m glad that you’ve addressed this aspect. I think there are people, and I think these are perhaps people who don’t necessarily have a lot of experience with the process of translating, and especially not with the translating profession, who then think that translators are redundant because automatic translation can now do their job.

But there are programmes and tools that do actually help translators in their work.

What kind of tools would you like to have at your disposal when translating?

AA: Softwares such as ‘Trados’, because they are usually too expensive for beginners, or helpful glossaries and terminology databases because they are sometimes not very easily available.

J: Yes, the entry costs for these programmes are often very high and independent translators also have to pay for them themselves.

And now a question regarding your personal experiences:

What cultural or linguistic experience has influenced or enriched your studies or yourself personally?

AA: For me it was definitely the Erasmus exchange in Germany at the University of Hamburg. I learned a lot about German culture and language first-hand. German society is very multicultural, and some values are quite different from those in Spain. You notice this not only in the way in which people interact, but also in everyday communication (e.g. in German “duzen und siezen” and the explicit use of “bitte” in German). In Spain, we use the informal ‘Du’ even with older people and strangers, the formal ‘Sie’ is very rarely used and can even be considered offensive, depending on tone and context. And ‘please’ and ‘thank you’ are also used much less frequently, it is understood implicitly when asking for something, even when an imperative form is used. For example, in pubs “bring me a beer” is considered normal and nobody is bothered by it. In Germany, that would be unacceptable or extremely rude. These aspects are perhaps the most difficult part of the German language for us Spaniards, because they are normal for us and so we don’t notice it. You have to pay attention to this when translating and especially when interpreting.

Knowledge of these elements are crucial for the profession I would like to pursue: language teacher. Language students must not only learn tenses, but also cultural differences and current contexts. They should be interested in important issues such as politics, sustainability, recycling, social justice, etc. Germany is a pioneer when it comes to these issues and we can learn a lot from its experience. These matters are just as important for correctly understanding the target language society and for achieving common goals.

After all, in order to have a good command of a foreign language, you normally need to read it a lot, speak it a lot and hear it a lot. But you always start where your own personal interests lie and that’s the right thing to do, otherwise you soon lose motivation. Every language teacher has to be aware of this, and avoid that their lessons stay too theoretical. Because practice is just as important and encourages students to actively participate. And I have experienced and lived all this during my Erasmus year.

J: Okay, that’s a great answer and thank you for sharing your experiences and thoughts. Especially the aspect of politeness is very interesting, and I think that everyone who has ever learned foreign language or who just got to know them can understand the difficulties of such cultural nuances.

Exactly, and exchange years are very important for students who are studying translation, interpreting, or simply learning languages, because they are crucial for understanding the target language society. This includes, just as you said, current affairs from the country itself and its political and social landscape. This can best be experienced by spending time in the country and the culture itself and this is also very motivating.

You said that you liked sociolinguistics. Why? What do you find so interesting about it?

AA: For me, it’s the most interesting part of linguistics because you learn about language development and changes. Language resembles a living being. For students it is also an exercise in self-observation and self-analysis, which also gives insight into the field of sociology. The diversity and richness of a particular language, society or country is clearly apparent in every conversation. You also get to know your own language and culture and thus get to know yourself better. This also allows you to better understand your fellow human beings and shows that, despite our differences, we’re also all quite similar. So, basically, we are not all that different. And that gives you a very nice feeling and makes you want to sow the seeds of peace.

J: That was a great way of putting it and I can only agree. I repeat: all languages are alive and changing. There is also an incredible variety of linguistic customs, and understanding them through sociolinguistics helps you better understand your fellow humans, society and yourself.

Since you said you were interested in language teaching, is there any question you would want to ask a language teacher?

AA: I have always thought about how a language teacher would organise their lessons to show the diversity and richness of the language. For example, in the case of learning Spanish as a foreign language, it always depends on where the teacher is from, because there are different language varieties. Students learn either the variety from Spain or one of the varieties from Latin America, but each is just as important as the other. In Hamburg, for example, I had a translation course where the teacher was from Madrid, but the majority of students were familiar with Latin American varieties. That’s why there were always very different translation suggestions and exciting discussions. This is very interesting, but at the same time difficult to reconcile, I think. I would like to know more about this experience.

J: Exactly, languages don’t just have one definitive language variety, but several different ones and all of them are important. That’s the case for Spanish as well as for German. For example, in the north of Germany people don’t sound the same as in the south of Germany. And it’s important that students and pupils come into contact with these varieties.

Okay, great. Thank you, Alberto, for being here and for the interview. I’m sure that we were able to gain some valuable insight into translation and interpreting studies at university and also into how they are connected with foreign language teaching. Thank you and good luck for the future.

AA: You’re always welcome. I have to thank you for the invitation. Thank you for the wishes. I will do my best. Good luck to you too, Janna, all the best for the future. And best wishes to all listeners in Luxembourg and elsewhere.

J: Okay, great. Thank you and you’re welcome.

Today I was here with Alberto Arévelo, student of translation and interpretation in German and French at the Pablo de Olavide University from Spain.